Demokratie braucht Begegnung: Besuch des Mehrgenerationenhauses Oestrich-Winkel (Pressemitteilung)

Oestrich-Winkel, 12. Mai 2026

Im Rahmen ihrer Wahlkreisarbeit besuchte die Bundestagsabgeordnete Ayse Asar gemeinsam mit Mitgliedern der grünen Stadtverordnetenfraktion Oestrich-Winkel das Mehrgenerationenhaus (MGH). Im Austausch mit der engagierten Geschäftsführerin, Christiane Kompch-Maneshkarimi informierte sich die Gruppe über die vielfältigen Angebote vor Ort. Der Besuch unterstrich eine zentrale politische Forderung: Die Bundesförderung für diese unverzichtbaren sozialen Ankerpunkte muss über das Jahr 2028 hinaus gesichert werden.

„Das Mehrgenerationenhaus in Oestrich-Winkel ist weit mehr als eine soziale Einrichtung; es ist ein Prototyp für gelebten gesellschaftlichen Zusammenhalt“, betonte Ayse Asar während ihres Besuchs. Bundesweit gibt es rund 530 dieser Häuser, die als Impulsgeber für nachhaltige Entwicklung im Sozialraum fungieren. Sie bieten Antworten auf die drängende Frage, wie wir in Zukunft gemeinsam leben wollen über Alters-, Herkunfts- und soziale Grenzen hinweg. Damit leisten sie einen unschätzbaren Beitrag zur Stärkung der Demokratie.

Trotz der hocheffizienten Arbeit stehen die Mehrgenerationenhäuser und die regionale Entwicklung vor großen Unsicherheiten. Das aktuelle Bundesprogramm läuft 2028 aus. Während die Bundesländer bereits positive Signale senden, fehlt das klare Commitment des Bundes zur langfristigen Finanzierung.

Erschwerend dazu kommen Kürzungen im Integrationsbereich. Geplante Kürzungen auf Bundesebene bedrohen Angebote, die für die soziale Teilhabe und das Miteinander essenziell sind. Integration ist eine Daueraufgabe, deren Vernachlässigung langfristig hohe gesellschaftliche Kosten verursacht. Auch drohende Mittelkürzungen bei europäischen Förderprogrammen wie LEADER, von denen das MGH Oestrich-Winkel bereits profitiert hat, gefährden die Infrastruktur und Innovationskraft im ländlichen Raum.

„Es ist kurzsichtig, gerade jetzt bei der Integration und dem sozialen Miteinander den Rotstift anzusetzen“, warnt Asar. „Diese Kürzungen treffen die Basis unserer Gesellschaft. Die Arbeit von Frau Kompch-Maneshkarimi, ihrem kleinen Team und den zahlreichen Ehrenamtlern zeigt, dass jeder investierte Euro hier eine enorme Hebelwirkung für die Solidarität entfaltet.

Besonders beeindruckt zeigten sich Asar und die Stadtverordneten von der Professionalität, mit der das MGH die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer koordiniert. Ehrenamt ist das Rückgrat der Einrichtung, benötigt jedoch feste Strukturen und eine starke hauptamtliche Leitung, um als Motor für den Sozialraum fungieren zu können.

„Das Know-how der Mehrgenerationenhäuser ist für ein solidarisches Miteinander unverzichtbar. Ich werde mich in Berlin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass die Bundesmittel nicht eingespart werden, sondern diese Erfolgsgeschichte verstetigt wird“, so Ayse Asar abschließend.

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