„Offenbarungseid“: Bundesregierung überlässt Elon Musk Kontrolle über Militärsatelliten(Presse-Statement)

Ayşe Asar, Sprecherin für Forschung, Technologie und Raumfahrt der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, erklärt:

„Die Antwort der Bundesregierung auf meine schriftliche Frage ist ernüchternd. Sie enthält keine einzige konkrete Schlussfolgerung für künftige militärische Satellitenprojekte. Stattdessen bleibt es bei der vagen Formulierung, man ‚strebt an‘, künftig verstärkt nationale und europäische Startkapazitäten zu nutzen. Das ist keine Strategie, sondern eine Absichtserklärung.

Dabei investiert Deutschland in den kommenden Jahren rund 35 Milliarden Euro in militärische Raumfahrt. Wenn die Bundesregierung jetzt nicht verbindlich festlegt, dass diese Mittel auch europäischen Trägersystemen zugutekommen, riskieren wir, dass am Ende erneut SpaceX den Zuschlag erhält. Nicht aus Notwendigkeit, sondern aus Bequemlichkeit.

Die vom BMVg selbst veröffentlichte Weltraumsicherheitsstrategie formuliert das Ziel strategischer Startautonomie klar. Genau daran muss sich die Bundesregierung messen lassen. Die Lücke zwischen politischem Anspruch und praktischer Vergabepraxis muss endlich geschlossen werden: durch verbindliche Kriterien für europäische Startkapazitäten, nicht durch weitere unverbindliche Ankündigungen.“

Weitere Informationen, siehe Frankfurter Rundschau (10.05.2026).

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