“Innovationspolitik muss Chefsache sein” (Gastbeitrag FAZ)

Deutschlands wirtschaftliche Souveränität entscheidet sich in den Laboren von München, Darmstadt und Dresden. Dort wird auf Weltniveau geforscht, entwickelt und patentiert.

Doch während unsere Forschenden die Grenzen des Machbaren verschieben, scheitern politische Ambitionen in Berlin allzu oft an Ressortgrenzen. Die viel beschworene Hightech-Agenda ist dafür ein aktuelles Beispiel.

In meinem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der heute in der Printausgabe erschienen ist, zeige ich, woran es derzeit konkret hakt.

 

Drei Take-Aways: 

  • Nicht nur das Tempo ist das Problem. Die Hightech-Agenda droht im institutionellen Kleinkrieg zwischen Ministerien zerrieben zu werden. Die Innovationspolitik droht im institutionellen Kompetenzgerangel zwischen Wirtschafts- und Forschungsministerium zerrieben zu werden. Wichtige Programme zur Innovationsförderung blieben weiterhin im Wirtschaftsministerium.

  • Der Kurs beim Technologietransfer ist widersprüchlich. Während das erfolgreiche Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) deutlich gekürzt wird, setzt die Bundesregierung mit F.A.S.T. auf neue Transfer-Hubs. Expert:innen warnen, dass so eher zusätzliche Verwaltungseinheiten als tragfähige Innovationsökosysteme entstehen.

  • Der industrielle Mittelstand braucht Verlässlichkeit statt Leuchtturmprojekte. Mit der Deutschen Agentur für Transfer und Innovation (DATI) lag bereits ein Konzept vor, das auf bedarfsorientierte Innovationsökosysteme setzte. Statt darauf aufzubauen, verfolgt Schwarz-Rot eigene Pläne, die bislang vor allem auf dem Papier existieren.

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